Schüler bauen eine „Generationenbrücke“

Absolventen des Eschweiler Berufskollegs kommen mit Bewohnern des Ago-Senotels zusammen. Das Ziel: sich gegenseitig besser verstehen. Vorbehalte auf beiden Seiten können sehr rasch abgebaut werden. Lebensuhr entworfen.

Dass Politikunterricht durchaus griffiger und praxisnah sein kann, erlebten nun Schüler des Eschweilers Berufskollegs. Sie besuchten im Rahmen des Politikwettbewerbs des Vereins „Demokratisch Handeln“ das Ago-Senotel, um mit den Bewohnern zu basteln und ins Gespräch zu kommen. m Mittelpunkt steht: andere Menschen, andere Generationen kennen lernen. Die Leiterin des Sozialen Dienstes im Ago-Senotel, Ulla Doum-Ackermann, spricht vom Projekt „Generationenbrücke“. Dass nämlich gegenseitige Vorbehalte vor dem Treffen bestanden, räumt sie ebenso ein wie der Politiklehrer Benjamin Pinkerneil. Dass diese Vorurteile jedoch schnell abgebaut waren, zeigte sich beim Blick in die Runde, bei der die Senioren mit den Schülern Weihnachtliches gestaltete. Eine Gruppe entwarf eine Lebensuhr, auf der sich jeder Schüler verewigte.

Ago-Senotels
Bastelten Weihnachtliches mit Bewohnern des Ago-Senotels: die Schüler des Berufskollegs Eschweiler. Foto: Patrick Nowicki

Etwa 50 Schüler im Alter zwischen 16 und 20 Jahren – dabei handelt es sich um Schüler der Berufsfachschule und Höheren Handelsschule – nahmen an den beiden Projekten teil, die soziale Kompetenzen vermitteln wollen. „Für den ein oder anderen öffnet sich vielleicht auch eine berufliche Perspektive“, berichtet Pinkerneil. Im Unterricht sammelten die jungen Leute Ideen, die sie in der Bastelstunde mit den Senioren umsetzten. Dass Kinder und Jugendliche an Projekten im Senotel teilnehmen, ist für die dortigen 62 Bewohner nichts Ungewöhnliches. Das Familienzentrum Jahnstraße, die Gesamtschule Waldschule, die Don-Bosco-Grundschule und die Liebfrauenschule zählen zu den weiteren Kooperationspartnern des Hauses.

Quelle: Eschweiler Zeitung vom 28. November 2017