Welcher Beruf darf es denn sein?

240 Schüler des Berufskollegs profitieren an zwei Projekttagen zur Berufsfindung - Zahlreiche Referenten

Für insgesamt 240 Schüler gab es an den zwei Projekttagen zur Berufsfindung im Berufskolleg Eschweiler insgesamt 116 Veranstaltungen mit 56 Ausbildungsbetrieben. „Wir haben festgestellt, dass wir unsere Schüler besser motivieren können, wenn sie potenzielle Arbeitgeber frühzeitig kennenlernen.

Berufsfindungstage
Laura Johnen Anna Schmitz und Vanessa Müller von der Städteregion Aachen bei der Berufsfelderkundung im Berufskolleg. Fotos: Nina Krüsmann

So haben sie auch die Möglichkeit Kontakte für ihr Pflichtpraktikum zu knüpfen", erklärte Uwe Scheunemann, Koordinator für den Technik-Bereich.

Stärkere Motivation

Zum zweiten Mal fand die Berufsfelderkundung für die Schüler der Höheren Berufsfachschule in den Bereichen Wirtschaft und Verwaltung (Höhere Handelsschule) sowie Technik statt. „Es herrscht eine stärkere Motivation bei den Schülern, wenn sie selbst erleben können, welche Berufe sie ergreifen könnten. Vor dem Pflichtpraktikum im Frühjahr bietet die zweitägige Veranstaltung eine ideale Plattform, um die ersten Kontakte herzustellen“, unterstreicht Koordinatorin Eva Maria Spennes, zuständig für den Bereich Wirtschaft und Verwaltung.

Die Schüler im Alter zwischen 16 und 18 Jahren hatten die Gelegenheit, insgesamt zehn verschiedene Berufsfelder in Gruppen von maximal 25 Teilnehmern kennenzulernen. Auf einem Laufzettel wurden an beiden Tagen jeweils fünf Stempel gemacht. Die jungen Leute waren mit großem Interesse dabei. „Ich habe mich über Berufe im Handwerk, die Bundeswehr und Kaufleute informiert. Meine Tendenz geht in Richtung Bundeswehr und ich interessiere mich sehr für das angebotene duale Studium. Als Soldatin trägt man viel Verantwortung, das gefällt mir“, meinte die 18-jährige Fiona Bajrani.

Im zweiten Jahr seien die Orientierungstage wieder ein großer Erfolg gewesen, wie Schulleiter Thomas Gurdon betonte: „Theorie ist gut, Praxis nicht selten besser, denn dabei können unsere Schüler ihre Talente entdecken und Fähigkeiten erproben. Und in den möglicherweise späteren Beruf hineinschnuppern können junge Menschen eigentlich nicht früh genug.“ Die Referenten zum Beispiel aus dem Einzelhandel, von der Bundeswehr, der Städteregion Aachen oder vom Zoll nahmen sich viel Zeit für alle Fragen. Und nicht zuletzt waren es junge Leute, gerade selbst in der Ausbildung oder gerade fertig, die altersnah den Schülern Auskunft über ihren Alltag im Job geben konnten. „Wir konnten wirklich alles fragen und ich habe viel für meinen weiteren Weg daraus mitnehmen können“, zog auch der 18-jährige Steven Pennings ein positives Fazit.

Geomatiker und Co.

Er hatte sich zum Beispiel für die Ausbildungsberufe Industriekaufmann, Steuerfachangestellter und für die Polizei interessiert und hörte sich auch die spannenden Ausführungen der Mitarbeiterinnen der Städteregion Aachen an. Unter anderem der Beruf des Geomatikers und Vermessungstechnikers sowie die Möglichkeit zu einem dualen Studiengang begeisterten ihn besonders. „Ich tendiere zum Amt, in die Verwaltung“, meinte er abschließend.

Quelle: Eschweiler Nachrichten vom 21. September 2018