Jugendliche und Alkohol – nicht nur an Karneval ein Thema

20 Fachkräfte aus Schule, Jugendarbeit und Bildungsmaßnahmen folgten der Einladung der Fachstelle und nahmen an der vierstündigen Fortbildung Methodenkoffer „Alkoholprävention“ teil.

ALKOHOL

Viel über wirkungsvolle Suchtprävention gelernt: Teilnehmer der Schulung Alkoholkoffer Foto:Fachstelle

„Auch, wenn der regelmäßige Alkoholkonsum bei Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren weiterhin rückläufig ist - zurzeit liegt er bei 10% - übt Alkohol weiterhin eine hohe Anziehungskraft aus. Nicht selten gehört das Rauschtrinken zum festen Bestandteil des Wochenendes“, betont Elke Koch von der Fachstelle der Diakonie.

Dazu kommt, dass Jugendliche bei Alkoholexzessen schwere Alkoholvergiftungen, gesundheitliche Schäden, aggressive Entgleisungen oder Unfälle erleiden.

Der Methodenkoffer „Alkoholprävention“ bietet den Teilnehmenden spezielles Handwerkszeug, um das Thema bei Jugendlichen in den Fokus des Interesses zu schieben.

Durch praktisches Ausprobieren in der Fortbildung sollen die Pädagogen zukünftig die erlernten Methoden im Unterricht, sowie in der Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen einsetzen.

Alkohol Drogen Nummer eins. Zu keiner anderen stoffgebundenen Sucht gibt es so viel Informationsmaterial und Fachliteratur wie zur Alkoholabhängigkeit. Unzählige Forschungsstudien und darauf basierendes Informationsmaterial speziell für Jugendliche sind vorhanden.

Trotzdem war und ist Alkohol die Droge Nummer eins.

Das liegt daran, dass reine Informationen über Gefahren nicht zwangsläufig eine Veränderungsbereitschaft bei Menschen auslöst. Der Koffer enthält interaktive Methoden zur Alkoholprävention, durch die die Jugendlichen Informationen zu Alkohol und Suchtentstehung erhalten sowie zum Austausch und Nachdenken angeregt werden.

Ein Quiz vermittelt Wissen, ein Film thematisiert Alkohol im Straßenverkehr, Rauschbrillen simulieren einen Rausch und lassen einen spüren und erleben, welche Auswirkungen ein Rausch auf Sicht, Reaktion und Motorik hat.

Abschließend verdeutlicht der Suchtverlauf, wie aus Genuss Sucht werden kann und jeder individuell seine Schutzfaktoren zur Suchtentwicklung einsetzen kann. Alle Methoden dienen dazu, mit Jugendlichen über ihr eigenes Konsum verhalten in einen Dialog zu kommen.

Nicht das Wissen ist es, das Menschen vor Sucht schützt, es ist das wiederholte Handeln und Erleben, das stabile Routinen entstehen lässt, die die Grundlagen jeglicher Veränderungen sind.

Der Methodenkoffer „Alkoholprävention“ möchte einen Beitrag zu dieser Veränderung leisten“, erklärt Gabi Fischer von der Fachstelle

Weitere Informationen bei der Suchtvorbeugung der Diakonie unter: 02403/883050 oder suchtvorbeugung@sucht-ac.de

Quelle: Eschweiler Filmpost vom 1. Mai 2019