Lebensmittel: Wertschätzen statt wegwerfen

Statistisch wirft jeder Bundesbürger jedes Jahr 82 Kilogramm noch genießbare Lebensmittel weg. Ausstellung im Berufskolleg klärt Schüler auf.

Es ist eine Tatsache, die jedem Menschen die Schamesröte ins Gesicht treiben sollte: Während in zahlreichen Entwicklungsländern Menschen nach wie vor am Hunger sterben, werden in den „hochentwickelten“ Industrienationen, so auch in Deutschland, Millionen Tonnen von Lebensmitteln vernichtet! Ein nicht unerheblicher Anteil dieser Verschwendung, nämlich 6,7 Millionen Tonnen im Jahr 2011, erfolgt in den privaten Haushalten. Um Menschen in Sachen „Umgang mit Lebensmitteln“ zu sensibilisieren, entwickelten die Verantwortlichen der AWA-Entsorgung-GmbH als regionales Unternehmen im Gebiet des Zweckverbands Entsorgungsregion West (Städteregion Aachen, Kreis Düren, Stadt Aachen) unter der Überschrift „Lebens(mittel)verschwendung - wertschätzen statt wegwerfen“ eine Ausstellung, die Ende Juni bereits im Eschweiler Rathaus zu sehen war (wir berichteten). Auf Initiative von Lehrerin und Schulseelsorgerin Dorothee Neubert war die Ausstellung nun zwei Tage lang im Berufskolleg Eschweiler zu Gast. Die Abfallberaterinnen Nicoll Parthey und Heike Stiller von der AWA sowie Sarah Göttlicher, Klimaschutzmanagerin beim Kooperationspartner Städteregion Aachen, führten insgesamt 16 Berufsschul- und Vollzeitklassen durch die interaktive Ausstellung, informierten, stellten und beantworteten Fragen der Schülerinnen und Schüler und gaben Tipps zum bewussten Einkauf, der sinnvollen Lagerung sowie der Haltbarkeit von Lebensmitteln.

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Tatort Internet: Schüler durch Cybermobbing am digitalen Pranger

32 Prozent der deutschen Schüler sind laut Studien bereits mit Cybermobbing in Kontakt gekommen. Auch in Eschweiler ist das Problem bekannt. Die Täter handeln oft unüberlegt. Opfer können sich nur mit einem helfen: Reden.

Oft braucht man nur ein wenig anders zu sein: anders sprechen, andere Klamotten tragen, eine andere Herkunft haben. „Jeder kann zum Opfer von Cybermobbing werden“, sagt Peter Arz. Der zuständige Aachener Kriminalhauptkommissar beschäftigt sich als Sachbearbeiter mit der Prävention von Internetkriminalität. Doch was genau ist Cybermobbing? Wer andere mit digitalen Kommunikationsmitteln absichtlich beleidigt, bloßstellt, belästigt oder gar bedroht, wird zum Cybermobber. Beteiligt sind dabei in der Regel mehrere Täter, die ein Opfer gemeinsam über einen längeren Zeitraum angreifen.

„Mit dem Begriff muss man natürlich vorsichtig sein. Besonders von den Schülern wird er inflationär benutzt“, mahnt Arz. Nicht jede böse E-Mail sei gleich Cybermobbing. Das bestätigt auch Monika Stephan, Schulsozialarbeiterin am Berufskolleg Eschweiler. Seit 17 Jahren befasst sie sich an der Berufsschule unter anderem mit Fällen von Cybermobbing. „Rollenkonflikte und Streitigkeiten sind ganz normal”, erklärt sie. Nichtsdestotrotz gäbe es natürlich Grenzen: Cybermobbing sei ein reales Problem.

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